Tag 8, Ruhetag in Ulm

Die gestrige Restaurantempfehlung erwies sich als Volltreffer. Das Gasthaus „Zur Forelle“ im alten Fischer- und Gerberviertel lag verwunschen am Flussarm der „Blau“ und die Küche war hervorragend. Wir gönnten uns eine Fischsuppe, einen Zwiebelrostbraten und dazu einen süffigen Dornfelder. Das Ganze hat uns so gefallen, dass wir für heute Abend gleich wieder einen Tisch reservierten.
Ruhetag in Ulm und es schüttet wie aus Eimern, so hatten wir uns das nicht vorgestellt. Nach dem Frühstück betreiben wir erstmal Materialpflege, waschen ein Teil unserer Klamotten und pflegen Wunden und Blasen. Voltaren wird großzügig eingesetzt und gegen 11.00 Uhr brechen wir zu einem Stadtbummel auf. Das Ulmer Münster begeisterte uns schon gestern, ist es doch die größte evangelische Kirche in Deutschland und hat mit fast 162 Metern den höchsten Kirchturm der Welt. Der Rundgang und der Besuch der kleinen Kapellen im Inneren fällt viel länger aus als geplant, das liegt unter anderem an den fantastischen Chorfenstern und Kunstwerken im Inneren. Am Münster vereinigen sich die zwei bedeutende Pilgerwege aus dem Norden, der Fränkische Jakobsweg von Nürnberg und der Fränkisch-Schwäbische Jakobsweg von Würzburg, zum Oberschwäbischen Jakobsweg nach Konstanz, auf dem wir ab morgen laufen. Soviel Kultur macht bekanntlich hungrig und die Leberkässemmel vom Metzger schafft da gleich Abhilfe. Danach spazieren wir zum Fischer- und Gerberviertel, wo schmucke Fachwerkhäuser vom Wasser umspielt werden, Mühlräder laufen und die kleinen Gassen mit ihren Geschäftchen begeistern. Hier könnten wir stundenlang bummeln, nur leider macht da Petrus nicht mit. Es regnet immer stärker und nach einem leckeren Cappuccino geht’s gegen 15.00 Uhr wieder zurück ins Hotel zum wohlverdienten Mittagsschläfchen. Vielleicht wird’s gegen Abend ja besser, aber eins steht jetzt schon fest: Ulm ist eine Reise wert und wir kommen auf jeden Fall wieder.

 

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