Tag 13, von Bad Waldsee nach Ravensburg (23 km)

Bad Waldsee ist ein schmuckes kleines Kurstädtchen und nach dem gestrigen Besuch der Stiftskirche St. Peter, einem Schwätzchen mit dem Pfarrer und einem Abstecher zum Wasserschloss ging’s zum Abendessen wieder zurück in den „Grünen Baum“. Die Gaststube und Terrasse war proppenvoll, was sicherlich an der bekannten guten Küche liegt. Wir wählten die Tagesempfehlung „Schwäbischer Sauerbraten mit Rahmsauce, Rotkohl und Spätzle“, dazu ein ungespundenes „Baumbier“ und waren begeistert. Der Abend wurde viel später als geplant, dafür aber schliefen wir tief und fest wie die Murmeltiere.
Das Frühstück war, wie schon das Abendessen, reichhaltig und sehr gut. Wir schmierten noch 2 Brote und machten uns dann auf den Weg Richtung Weingarten. Gleich hinter dem Wasserschloss ging’s den Kreuzweg steil hoch zur Frauenbergkapelle und dann durch ein Wohngebiet zum Friedhof. Auf einem breiten Waldweg laufen wir erst südwärts und dann auf idyllischen Wegen durch die Flur. Linker Hand sollte man eigentlich die Alpenkette sehen, nur bei den heutigen tiefhängenden Regenwolken ist das leider Wunschdenken. Auf kleinen Teersträßchen marschieren wir entlang von Kuhweiden nach Dinnenried, Gwigg und Gambach. Hinter dem Weiler Engenreute geht’s an einer mächtigen Linde auf einem Schotterweg in den Bergatreuter Forst und bergab zur Sprengstein-Hütte, die malerisch an einer kleinen Waldwiese liegt. Der ideale Platz für eine kleine Pause und so gönnen wir uns 20 Minuten Nichtstun. Die nächsten Kilometer verlaufen durch dickes Gestrüpp entlang eines kleinen Baches, dann geht’s über die Wolfegger Ach und bergauf nach Köpfingen. Das Allgäuer Voralpenland schafft uns ganz schön, ständig geht’s rauf und runter und so machen wir im Gasthof „Frohe Aussicht“ Mittagsrast. Der Wirt kocht seiner Meinung nach den besten Schweinsbraten außerhalb Bayerns und das müssen wir natürlich testen. Der Schweinsbraten ist wirklich klasse und so gestärkt wandern wir bergab mit Blick auf die mächtige Basilika St. Martin nach Weingarten. Die Basilika ist die größte Barockkirche Deutschlands, sie ist reichlich ausgestattet mit Fresken, Wandbildern und der wertvollen Orgel von Josep Gabler. Nach dem Besuch des Klosters und der Kirche laufen wir die vielen Stufen hinunter zum Rathausplatz und nach einem „kleinen“ Eisbecher nach Ravensburg. Nochmals geht’s durch einen lichten Wald bergauf zu einer Kreuzigungsgruppe, dann durch Wiesen und Felder vorbei am Lanzenreuher Weiher und dem Weiler Albertshofen hinab nach Ravensburg, wo wir gegen 16.00 Uhr einlaufen.

 

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