Tag 3, von Gründelhardt nach Rosenberg (14 km)

Viel Freude hatten wir gestern bei und mit Heinrich dem Töpfer. Das Doppelzimmer war einfach aber sauber und nach einer heißen Dusche saßen wir nach der anstrengenden Etappe wieder einigermaßen fit am Abendbrottisch. Die Wiener Würstchen schmeckten, das Bier sorgte schnell für die nötige Bettschwere und so ging’s sehr zeitig ins Bett.
Am Morgen verwöhnte uns Heinrich mit einem leckeren Frühstücksei, frischen Brötchen, Wurst und Käse. Der starke Kaffee brachte uns schnell wieder auf Touren und nach einer herzlichen Verabschiedung machten wir uns bei herrlichem Wanderwetter auf den Weg.
Nach der gestrigen Hammeretappe steht zum Glück heute nur eine Kurzetappe mit ca. 14 km auf dem Programm, vorausgesetzt wir verlaufen uns nicht wieder. So geht’s an der Tankstelle vorbei und dann links nach Hellmannshofen. Die kleine Dorfkapelle mit ihrer imposanten Turmuhr ist leider verschlossen und so wandern wir auf dem Flurweg nach Reishof. Es geht entlang an Viehweiden mit Angus- und Gallowayrindern hinauf nach Neuhaus und weiter nach Mainkling. Nach einer Trinkpause und einem Schwätzchen mit dem Dorfältesten wandern wir entlang Streuobstwiesen Richtung Wald. Bald führt uns der Weg durch den wunderschönen Mischwald mit seinen alten Buchen und Eichen bis nach Ipshof und dann zum verwunschenen Fleckenbachsee mit der Fleckenbacher Mühle. Wildgänse schwimmen schnatternd auf dem See, Fischreiher sitzen lauernd auf einer alten Weide und nur das Kläffen des Hofhundes der Mühle stört diese Idylle und unsere Trinkpause. Der Labrador ist harmlos und nach einigen Streicheleinheiten geht’s weiter auf einem verwilderten Waldweg hoch zur Forststraße und dann immer wieder abwechselnd auf Forststraßen und zugewachsenen Waldpfaden Richtung Geiselrot. Zum Glück ist die Beschilderung sehr gut und wir erreichen ohne Probleme die Straße, die uns nach Rosenberg führt. Rosenberg hat wirklich fast alles (Industrie, Tankstelle, Pflegeheim, etc….), aber leider keine Wirtschaft und keinen Metzger. Wenigstens beim Bäcker gibt’s belegte Brötchen und so decken wir uns reichlich ein, denn unser heutiges Nachtquartier bietet auch nur Frühstück und leider kein Abendessen.

 

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