Tag 42, Ruhetag in Fisterra

Trotz der kräftezehrenden, gestrigen Etappe überwanden wir unseren inneren Schweinehund und marschierten am Abend noch zum Kap Finesterre. Die fast 4 Kilometer hoch zum Leuchtturm waren nach den schon gelaufenen 34 Kilometer zwar ganz schön heftig, aber die Stimmung am Kap hätten wir bei dem fantastischen Wetter auf keinen Fall verpassen wollen (wer weiß wie das Wetter morgen ist ?). Zwischen den Felsen lagen bzw. saßen überall Pilger, feierten „ihren“ Jakobsweg und fieberten dem Sonnenuntergang entgegen. Auch wir fanden schnell ein windgeschütztes Plätzchen, tranken unseren mitgebrachten Pilgerdiesel und warteten auf den großen Augenblick. Es war unbeschreiblich, als die Sonne so langsam unter den Horizont tauchte und eine einzigartige, überwältigende Stimmung aufkam. Besser hätte „unser Camino“ nicht enden können?. In der Abenddämmerung ging´s zurück in´s Dorf und bergab war der Heimweg ein Kinderspiel. In einem kleinen Fischrestaurant am Hafen trauten wir unseren Augen nicht. Unser chinesischer Pilgerfreund Che Ling saß in einem kleinen Fischrestaurant am Hafen und futterte eine Riesenportion Pulpo. Die Wiedersehensfreude ist riesig (eigentlich wollte/sollte Che schon in Muxia sein) und da der Anblick von gebratenen Kraken echt hungrig macht, saßen auch wir wenig später vor einer dampfenden Fischsuppe und gönnen uns danach noch eine grandiose Fischplatte „a la Plancha“. Die Flasche Wein zog uns aber im wahrsten Sinn den Stecker, denn gegen Mitternacht waren wir plötzlich hundemüde und machten uns auf den Heimweg ins Quartier.

habt ihr keinen Fisch ?

Finesterre

Heute ist Ruhetag und da könnte man eigentlich mal ausschlafen bzw. es ruhiger angehen lassen. Aber was machen wir: Punkt 7.00 Uhr stehen wir auf und betreiben, da es erst um 8.30 Uhr Frühstück gibt, Materialpflege und waschen Wäsche. Am Frühstücksbuffet langen wir dann so richtig zu. Brot, Schinken, Eier, Obstsalat – wir verputzen Unmengen und der gute Bohnenkaffee lässt uns viel länger sitzen, als geplant. Kurz vor 10.00 Uhr geht´s endlich zum Hafen, aber die Fischversteigerung ist schon seit einer halben Ewigkeit vorbei und so bleibt uns nur der Bummel über den Wochenmarkt. Heinz kauft noch ein wenig Obst (Wegzehrung ist halt alles) und dann bummeln wir bei dem herrlichen Wetter am Kai entlang und beobachten die Fischer bei ihrer Arbeit. So langsam macht sich die Mittagshitze bemerkbar und nach einem leckeren Aperol auf der Terasse einer Hafenkneipe geht’s zurück ins Hotel, wo schon unsere Liegestühle am Pool und eine längere Siesta warten. Für heute Abend wollen wir mit dem Schiff ans Kap und den Sonnenuntergang nochmals genießen, dann steht noch „Fischessen“ mit Freunden auf dem Programm. Den besten Fisch gibt´s laut unserer Hotelchefin etwas außerhalb in einem kleinen Restaurant direkt an der Küste und die Empfehlung wollen wir auf jeden Fall mitnehmen??.

Das Fazit und die Zusammenfassung unseres Abenteuers wird auf Grund der morgigen Heimreise erst am Freitag im Blog stehen.

Sonnenuntergang am Kap Fisterra

Fischereihafen

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Team der Kardiologie in der Klinik St. IrmingardSimoneElliGabi und Jana Recent comment authors
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Team der Kardiologie in der Klinik St. Irmingard
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Team der Kardiologie in der Klinik St. Irmingard

Herzlichen Glückwunsch vom „alten“ Team der Kardiologie in der Klinik St. Irmingard! Wir sind soooo stolz auf euch – was IHR da geleistet habt, sucht seinesgleichen – einfach WOW!!!

Simone
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Simone

Wow!!! Hier ist die Simone aus Köln, letztes Jahr haben wir einen tollen Abend mitten in Frankreich gehabt und heute sah ich in meinem Handy den gespeicherten Link!

Ihr seid angekommen ♥️ Mega stark. Meinen Glückwunsch und Gratulation.

Ich liebe dieses Ende der Welt und wünsche Euch tolle Zeit dort und eine gute Rückreise.

Herzliche Grüße und alles Gute
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Elli
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Elli

Lieber Heinz, lieber Gerd Ihr beiden Pilgerbrüder es ist geschafft, es ist vollbracht den Jakobsweg von München – in 4 Etappen – bis ans „Ende der Welt“ (nach Finisterre) gemeinsam zu gehen. Berührende, tolle Leistung ! Was für ein Gefühl für euch? Ich freue mich so für und bin stolz auf euch. Unter langen, schlechten Wetterbedingungen, Blasen……usw. habt ihr nicht aufgegeben.!! Viele schöne Erlebnisse, Eindrücke und auch vielleicht mal weniger schöne Erfahrungen habt ihr zusammen erlebt und unvergesslich miteinander verbunden. Gerd, durch deine täglichen, interessanten Berichte und Heinz durch deine schönen Bilder konnten wir euren Weg zu Hause mitverfolgen. Danke… Read more »