Tag 19 – von Rapperswil nach Einsiedeln (16 km, 600 Hm)

Unsere letzte Etappe der diesjährigen Pilgerroute München – Einsiedeln steht an. Schon am Frühstückstisch herrscht eine etwas wehmütige Stimmung. Die Pilgerherberge von Claire war spitze, großzügig, der Schlafraum mit 10 Stockbetten und blitzsauber die Sanitäranlagen. Einfach Klasse ?, da könnten sich viele eine Scheibe abschneiden.
Claires Spitzenherberge

Claires Spitzenherberge

Ein kurzes schnelles Frühstück muß heute reichen, da wir schon früh losgehen. Wir verabschieden uns von Claire und los geht es über den bekannten Seeholzsteg von Rapperswil nach Pfäffikon.

Auf zur letzten Etappe :)

Auf zur letzten Etappe 🙂

Am Bahnhof füllen wir erstmal unsere Wasserflaschen vorsorglich auf, denn wenig später geht es 500 Höhenmeter nur bergauf Richtung Etzelpass. Der Anstieg ist nicht von schlechten Eltern, vor allem die vielen Treppenstufen machen uns zu schaffen. Schließlich erreichen wir verschwitzt und ausgepumpt die Passhöhe.
Blut, Schweiß und Tränen

Blut, Schweiß und Tränen

Der Berggasthof, wo wir eigentlich einkehren wollten, hat leider mal wieder Ruhetag. Super ?, so laufen wir nochmals eine halbe Stunde in der sengenden Hitze Richtung Tüfelsbrugg (Teufelsbrücke), wo wir endlich einen Gasthof finden, der zugleich das Geburtshaus von Paracelsus, dem bekannten Arzt und Naturheilkundler war. Das Wirtshaus hat geöffnet, und da Wurstsalat und Weißbier eindeutig der Naturheikunde zuzuschreiben sind, lassen wir es uns schmecken und löschen unseren Durst. Ab heute ist für uns die Naturheilkunde eine immens wichtige Alternative zur Schulmedizin.

So gestärkt geht es auf die letzten Kilometer nach Einsiedeln. Der letzte „Hügel“ wird mt Bravour gemeistert  und wir sehen zum erstenmal unser Pilgerziel: Kloster Einsiedeln

Aufi geht's^^

Aufi geht’s^^

Der Sihlsee liegt tiefblau vor uns und bei dem phantastischen Wetter mit der prächtigen Fernsicht auf die mächtigen, schneebedeckten Berge, wird es einem schon warm ums Herz. Das Ende der Pilgerreise ist nun greifbar nähe.

Siehlsee

Siehlsee

So erzählt jeder von uns noch auf den letzten Metern von seinen Erfahrungen, Eindrücken und Highlights der letzten 3 Wochen, es wird aber auch schon geplant wie weit wir im kommenden Jahr laufen. Bis zur spanischen Grenze sind es ja nur 1.300 km, müsste doch zu schaffen sein. Oder vielleicht doch besser zwei mal 650 km laufen ?So geht es direkt in die wunderschöne Benediktinerabtei mit der berühmten Schwarzen Madonna. Ergriffen und beeindruckt stehen wir vor ihrem Altar. Bei Bruder Suso bekommen wir den Pilgerstempel, der Bursche ist 83 und hört sich gespannt und mit Freude unsere PIlgergeschichte an. Mit dem Versprechen im kommenden Jahr wieder unseren Pilgerstempel bei ihm zu holen, verabschieden wir uns.
Verbrannte Pilger :D

Verbrannte Pilger 😀

Wir sind nun 430 km von München nach Einsiedeln gepilgert, haben allen Wetterkapriolen getrotzt, sind gesund und munter und einfach nur stolz. So geht es in die Klosterschänke, wo wir unser Abenteuer gebührend feiern.

Ziel erreicht

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RosThomas & MoniEva Kaletsch-LangUlrike Muschkietelli Recent comment authors
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Ros
Gast
Ros

Herzliche Gratulation !
Saustarke Leistung!

Durch Euch bekommt der Begriff „Naturheilkunde“ eine völlig neue Bedeutung :))
Treib Dich draußen rum bei jedem Sauwetter und Dein Diabetes nimmt Reißaus :))

Euer Mut, das Bar-Projekt anzupacken,
trotz der vielen „Herzens“-Macken
wird Hunderte hier animieren
morgen auch die Schuh‘ zu schnüren!
Und so gibt Griechenland – man denke!
dieser Welt doch auch Geschenke :))

Euch 3-en gute Heimkehr und herzlichen Dank für’s „Dabei-sein-dürfen“ hier im Blog!
Alles Gute
Ros

Thomas & Moni
Gast
Thomas & Moni

Lieber Hubertus, liebe (uns unbekannte) Herzbrüder,

Ihr habt Großartiges geleistet und viel Neues entdeckt während Eures Weges zu Euch selbst.
Dazu unseren herzlichen Glückwunsch. Mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht haben auch wir mit viel Freude Eure tagtäglichen Erlebnisberichte verfolgt. Nun gilt es, die Heimreise anzutreten voller Energie für die Planung der nächsten Etappen zum großen Ziel Santiago de Compostela.

Hubertus,
wir erwarten Deinen Live-Bericht vor Ort ! 🙂

Liebe Grüße,
Die Lindens.

Eva Kaletsch-Lang
Gast
Eva Kaletsch-Lang

Lieber Gerd und liebe Brüder,
echt beeindruckend, was ihr da geleistet habt. Gratulation! Bin in Gedanken immer dabei gewesen und hab Eure Berichte mit großem Genuss (und ein wenig Neid…) gelesen – werde ich fast vermissen….
Zum Ende dieser Tour und für weitere Vorhaben noch ein Mutmach-Segen:
Höre
auf die Stimme
des Engels
und folge dem Ruf
deines Herzens,
der dich
mit dir selbst
ans Ziel bringen will,
auch wenn der Weg
unbequem ist,
beschwerlich
und weit.
Am Ende aber
leuchtet dir ein Land
voller Segen.

Chista Spilling-Nöker

Alles Gute für Euch drei!

Ulrike Muschkiet
Gast
Ulrike Muschkiet

Herzlichen Glückwunsch ! Freue mich, dass Ihr drei, dass so gut gemeister habt. Ich kann mir Eure Glücksgefühle und Erleichterung vorstellen. In meinem Endspurt in der Schule mit letzten Korrekturen waren Eure Zeilen eine willkommene Abwechslung. Ich freue mich schon, auch beim „nächsten Mal, wieder dabei sein zu dürfen“. Meinen Respekt an Euch Herzbrüder ! Herzliche Grüße Ulli

elli
Gast
elli

Ihr lieben 3 Pilgerbrüder
Heinz,Gerd, Hubertus
….“ der Weg ist das Ziel“……ihr habt es geschafft.
Sicher ein tolles Gefühl für euch mit vielen Erfahrungen, Herausforderungen…
Ihr könnt wirklich stolz auf euch sein.
Gespannt verfolgte ich täglich euren interessanten Pilgerbericht, der oft Mitgefühl, Freude und Schmunzeln
in mir auslöste.
Euch alles Liebe und Gute, viel Gesundheit
und Freude für die Vorbereitungen eurer 2. Pilgeretappe.
Eure Elli

Herzbruder Hape
Gast
Herzbruder Hape

Allen Respekt Euch Herzbrüdern !!!
Sämtliche evtl. Verfehlungen sind jetzt wohl abgebüßt.
Ein kleiner Einblick in Eure anstrengenden aber auch genußvollen Wegstrecken
war mir bei der 7. Etappe vergönnt.
Die täglichen Berichte, das mitpilgern in Gedanken wird mir fehlen.
Ich wünsche Euch, daß Ihr noch lange von diesem eindrucksvollen Pilgerweg, den
Erfahrungen, Erlebnissen und Eurer sportlichen Leistung zehren könnt.
Kommt gut nach Hause Hape